Spieglein, Spieglein an der Wand

Es gibt kaum etwas langweiligeres als die übliche Wandgestaltung mit weißer Rauhfasertapete. Altenheime, Krankenhäuser und Behördenstuben sind damit gepflastert und wahrlich nicht berüchtigt für einladenden Charme. Funktionalität ist gerade an den eigenen vier Wänden völlig fehl am Platz. Wir haben Ideen, wie man die kahle Wand zum kreativen Dekoelement bei der Wohnungsgestaltung macht.

Die Fotowand gehört zur Einrichtung

Relativ einfaches Mittel zum Zweck sind Phototapeten. In einem Katalog kann man bei den meisten Anbietern aus vorgegebenen Motiven wählen, oder eigene Fotos hochladen, wenn die Qualität der Auflösung für die Produktion auf großer Fläche gegeben ist. So können Sie beispielsweise ein Badezimmer mit eine Foto von Strand und Palmen zu einer Südseeoase umwandeln. Robinson Crusoe lässt grüßen. Dabei empfiehlt es sich, die Tapete nicht einfach so an die Wand anzubringen, weil leicht auffällige Dellen entstehen können. Klebt man die Fototapete statt dessen vorab auf eine glatte Platte und montiert die dann schließlich an der Wand, lassen sich solche Makel relativ einfach vermeiden. Im Zweifel lassen Sie die Fotos gleich von einem Profi aufziehen. Auch diesen Service bieten die meisten Anbieter von sich aus an.

Was steckt hinter der Tapete?

In bestimmten Fällen kann es sich lohnen, einen Blick hinter den alten Putz zu werden. Befreit man die Wand Schicht für Schicht vom Tapetenmuff der letzten Jahre, stößt man vielleicht auf echten Retrolook. Den kann man als modisches Element beispielsweise mit einem einfachen Rahmen einfassen und als eigenes Kunstwerk platzieren, während man den Rest nach seinen eigenen Vorstellungen gestaltet.

Geht man noch einen Schritt weiter, stößt man zuletzt auf das Mauerwerk. Selbst eine teilweise Freilegung der Steine kann ganz toll aussehen und die massive Wand auflockern. Damit lassen sich erstaunlich filigrane Effekte erzielen. Sprechen Sie sich aber besser mit Ihrem Vermieter ab, bevor Sie da selbst Hand anlegen.