So werden Räume mit natürlichem Licht gekonnt in Szene gesetzt

Sonnendurchflutete Räume wirken freundlich und erhellen das Gemüt. Selbst kleinere Räume gewinnen bei einem starken natürlichen Lichteinfall optisch deutlich an Größe. Und ein gekonntes Spiel mit Licht und Schatten sorgt für spannende Kontraste im Raum.

Helle Räume steigern das Wohlbefinden

Mit natürlichem Licht hell beleuchtete Räume steigern deutlich das allgemeine Wohlbefinden. Vorteilhaft sind deshalb zur Südseite eines Hauses hin orientierte Räume und große Fenster. Aber nicht immer ist die gegebene Situation in Hinblick auf den Tageslichteinfall optimal. Sollte dies der Fall sein, so lässt sich die Helligkeit im Raum trotzdem deutlich steigern, ohne dass hierfür Kunstlicht eingesetzt werden muss.

Am einfachsten geschieht dies durch einen möglichst hohen Anteil an weißen Flächen. Diese reflektieren und streuen das vorhandene Tageslicht im Raum und fördern somit den Eindruck einer lichten Weite. Neben der klassischen weißen Wand können zu diesem Zweck ebenfalls helle Möbel oder Bodenflächen eingesetzt werden. Umgekehrt kann ein sehr heller Raum durch dunklere Möbel und Wandflächen visuell beruhigt werden.

Steuerung des Lichteinfalls mit Vorhängen

Einfach und zugleich effektiv ist ebenfalls die Steuerung des Tageslichteinfalls durch Vorhänge und Jalousien. So empfiehlt sich bei starker Sommersonne der Einsatz von leichten fließenden Leinenvorhänge oder von halbtransparenten Stoffvorhängen. Diese mindern den natürlichen Lichteinfall so weit, dass niemand geblendet wird. Zugleich lassen sie jedoch weiterhin so viel natürliches Tageslicht in den Wohnbereich hinein, dass dieser hell und freundlich erstrahlt.

Mithilfe eines zweiten Vorhangs aus einem dichteren Stoff lassen sich einzelne Raumbereiche gezielt stärker verschatten, wodurch die helleren Bereiche noch stärker zur Geltung kommen. Auf diese Weise lässt sich ein Raum mit nur zwei Vorhangarten auf spannenden Weise in drei unterschiedlich beleuchtete Zonen gliedern.

Licht wie in einem Film noir durch Jalousien

Auch mit Jalousien lässt sich der Lichteinfall auf einfache Weise steuern. Dabei ergeben halb offene Rollläden einen atmosphärischen Streifeneffekt, wie er aus vielen Film noirs bekannt ist. Damit das Tageslicht nicht völlig ausgesperrt wird, sollten jedoch nach Möglichkeit dunkle Holz- oder Plastikjalousien vermieden werden, da diese das Tageslicht schnell ganz aussperren. Deutlich besser sind dahingegen Rollos aus Edelstahl.

Darüber hinaus gibt es besondere Jalousien, welche speziell dazu dienen, das Licht tief in den Raum hinein zu lenken. Bei diesen sind die oberen Lamellen so gestellt, dass diese das Licht über die Decke in die Raumtiefe leiten. Dabei verhindern konkave Lamellen mit einer hochglanzgewalzten Oberfläche im unteren Bereich, dass sich der Raum aufheizt.

Das spannungsvolle Spiel von Licht und Schatten

Das Spiel von Licht und Schatten ist allgemein sehr reizvoll. Dunklere Bereiche lassen Räumen ihr Geheimnis und bringen Spannung in den Raum hinein. Unterschiedlich stark beleuchtete Bereiche strukturieren den Raum und schaffen ein besonders angenehmes Ambiente. Wenn nur einzelne Raumbereiche besonders stark beleuchtet sind, wirkt dadurch der gesamte Raum sogar noch größer und heller. Eine wirkungsvolle Rauminszenierung ist somit immer auch ein geschicktes Spiel mit Kontrasten.

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