Schlafzimmer – Mehr als nur ein Platz für die Nacht

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Viele Menschen machen den Fehler, das Schlafzimmer bei der Einrichtung der Wohnung stiefmütterlich zu behandeln, weil sie glauben, in diesem Raum ohnehin nur zum Schlafen zu sein. Dabei ist gerade das Schlafzimmer der Ort, in dem man sich wohlfühlen muss, damit eine angenehme Nachtruhe garantiert ist. Dazu gehört nicht nur das passende Bett, sondern auch die Einrichtung des Zimmers.

Gestaltungstipps für das Schlafzimmer

Wer alleine wohnt, hat natürlich die größte Gestaltungsfreiheit: Keiner protestiert gegen Rüschen, Rosen oder Duftkerzen und keiner verdreht die Augen bei der Fußball-Bettwäsche. Wer das Schlafzimmer jedoch mit seinem Partner teilt, sollte vor der Einrichtung des Schlafzimmers Kompromisse machen. So können neutrale Möbel gekauft werden, die jedem Partner auf seiner Seite individuelle Gestaltungsmöglichkeiten lassen. In dem Fall muss der Mann das Duftbouquet akzeptieren, das die Kommode auf der Seite der Frau ziert, und die Frau das Poster von Han Solos Millennium Falcon, das seit Kindertagen einen festen Platz im Schlafzimmer des Mannes hat.

Allerdings: Ein Schlafzimmer sollte wirklich nur dem Zweck der Nachtruhe dienen. Eine Arbeitsecke mit Fachliteratur ist ebenso fehl am Platz wie ein Computer. Außer dem Bett und den Nachttischen gehören lediglich Kleiderschränke, Kommoden und Truhen zur Aufbewahrung der Kleidung und anderer Textilien ins Schlafzimmer sowie möglicherweise ein Schminktisch für die Frau – es gibt schöne alte Biedermeier-Schminktische mit eingebautem Spiegel, die ein echter Hingucker fürs Schlafzimmer sind und die zudem dafür sorgen, dass die Dame bei den Vorbereitungen für den Partyabend das Badezimmer nicht mehr als nötig blockiert.

Das Schlafzimmer stilvoll einrichten

Den Gestaltungsmöglichkeiten sind heute keine Grenzen mehr gesetzt. Vom weißen Landhausstil bis zur dunklen Lasterhöhle ist alles möglich. Verzichten Sie jedoch auf den 70er-Jahre-Pornokitsch wie Überwürfe im Leopardenmuster und Kristalllüster an der Spiegeldecke. Dieser Stil ist mehr als out.

Viel besser sind helle Töne, die das Aufwachen vor allem im Winter erleichtern – weiße Tapeten, weiße Vorhänge und Möbel aus hellem Holz sind ideal dafür. Versuchen Sie, nicht jeden freien Meter mit hohen Kleiderschränken zuzustellen, damit der Raum Luft zum Atmen hat. Eine Schrankwand genügt. An anderen Wänden sollten lieber niedrige Kommoden oder Truhen stehen, des Weiteren sollten die Accessoires sparsam verwendet werden. Ein oder zwei gerahmte Lieblingsbilder auf der Kommode, ein schönes Wandbild, das zum Entspannen einlädt, und der eine oder andere Deko-Artikel genügen.